Die Pfarrgemeinde nennt eine kleine, in ihrer Gestaltung und Detailausbildung liebenswerte Kirche ihr Eigen. Selbstbewusst steht sie oben am Hang.
Das neue Pfarrheim respektiert in seiner Höhenentwicklung und Situierung die Bedeutung der Kirche als sinnstiftendes und prägendes Gebäude der Pfarrgemeinde.
Es übt sich in Auftritt und Materialität in Bescheidenheit. Es ist ganz aus Beton gegossen, sachlich und leugnet seine Entstehungszeit nicht. Farbe und Ornament überlässt es der Kirche.
Zwischen Pfarrheim und Kirche spannt sich ein Platz, der die beiden Gebäude zum Ensemble verbindet.
Pfarrsaal und Foyer öffnen sich in ihrer ganzen Breite zur Kirche. Die Kirchenfassade wird damit zur Begrenzung des Raumes. Sie gibt dem Pfarrsaal Weite, Sinn und Zugehörigkeit.
Im Innern ist das Gebäude mit Eichenholz ausgekleidet, der dunkle Fußboden ist gegossen. Ein neutrales Gefäß für alle möglichen Aktivitäten der Pfarrgemeinde.
Der Pfarrsaal ist ein ruhiger Raum, die Proportionen im goldenen Schnitt. Die Verkleidung der Wände mit einem Geflecht aus Weiden verleiht dem Raum eine sinnliche und warme Atmosphäre.
Die Jugendräume, weiß geputzt, öffnen sich zu einem Innenhof. Es sind Räume mit hohem Nutzwert und Qualität ohne Störung von und nach außen.
Entsprechend ihrer Bedeutung und dem Hang folgend nimmt die Höhe der Räume nach Norden ab. So entsteht zusammen mit der Lichtführung eine differenzierte Abfolge von Raumeindrücken.



Wettbewerb: 1. Preis September 2001
Fertigstellung: Mai 2004

Architekten:
meck architekten, Prof. Andreas Meck
Projektleitung:
Susanne Frank
Mitarbeit:
Erwin J. Steiner, Johannes Bäuerlein, Peter Sarger

Fotos: Michael Heinrich, München



 

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Pfarr- und Jugendheim, Thalmässing