Stadtkirche, Großröhrsdorf, 2026

Die auf einer leichten Anhöhe gelegene Kirche ist einer der ortsbaulichen, topografischen und historischen Schwerpunkte in der Stadt. Für den Wiederaufbau der abgebrannten Stadtkirche ergibt sich folgende Leitfrage: Wie lässt sich ein geliebter, verlorengegangener Kirchenraum in seiner Erinnerung bewahren und zugleich für die Gegenwart und Zukunft öffnen? Die Antworten darauf sind präzise und respektvoll: Sie würdigen den barocken, denkmalgeschützten Vorgängerbau und transformieren seine ruinöse Substanz unter dem Gebot der Angemessenheit in eine neue Gemeinschaftskirche.

Auf Basis des Vorhandenen wird hierfür eine neue Ordnung entwickelt, die den Raum in einer zeitgemäßen Sprache wieder zum Klingen bringt. Die enge Abstimmung von sowohl profanem als auch sakralem Gebrauch mit seiner liturgischen Praxis und architektonischen Setzung bildet dabei das konzeptionelle Fundament für den Wiederaufbau. Auch im Materiellen will die behutsame Weiterentwicklung der Kirche Zeichen setzen: Die bauliche Strategie denkt in einem ganzheitlichen Nachhaltigkeitsverständnis auf allen Maßstabs- und Bedeutungsebenen die Zukunft mit – in einem Dreiklang aus Wiederverwendung, Weiterverwertung und der Verwendung nachwachsender Rohstoffe.

Wettbewerb: 3. Preis, 2026 (Axel Frühauf)

Architekten:
meck architekten gmbh
Axel Frühauf

Mitarbeit:
Friederike Henne, Markus Maier, Pirmin Richter

Freianlage:
Lars Ruge Landschaften GmbH

Beratung liturgische Ausstattung:
Werner Mally, Bildhauer

Tragwerksplanung:
Sailer Stepan Tragwerkteam

Kultur und Kirche, Wettbewerbe